Dienstag, 5. Februar 2013

Der Duft der grünen Papaya

Eine Geschichte in einer Geschichte, wunderschön geschrieben! Das Cover lädt zum träumen ein mit der Küste und den wilden Blumen und dann noch der Titel: "Der Duft der grünen Papaya" hat mich überzeugt und neugierig gemacht!
 
 
 
 
 
 
Doch worum geht es?
"Sie floh vor der Vergangenheit und fand das Paradies...

Im gleißenden Sonnenlicht steigt Evelyn Braams auf Samoa aus einer Propellermaschine. Sie hat ihr Leben in Deutschland zurückgelassen, um schmerzhaften Erinnerungen zu entkommen. In einer einsamen Bucht mietet sie sich bei zwei alten Damen ein und freundet sich schnell mit der herzlichen Ili an. Doch diese bangt um ihren Besitz, den ihre Cousine Moana an einem amerikanischen Investor verkaufen will - aus Rache. Everlyn versucht zu helfen und verstrickt sich dabei immer tiefer in Ereignisse, die zurückgehen auf eine alte Geschichte von Liebe und Hass...

Eine große Familiensaga in der Südsee zwischen Kolonialzeit und Gegenwart"

Ich weiss was mich an diesen Buch mehr beeindruckt hat, entweder das beeindruckende Leben und die Kultur der Samoaner und das Land oder die Geschichte auch an sich.
Das Buch handelt von Liebe, Traditionen, Hass, Trauer, Intrigen, die Kultur der Samoaner an sich und Wut die sich scheinbar vererben läßt!
Evelyn flüchtet vor Trauer und Suizidgedanken vor ihren Mann! Vor 4 Jahren ist nur nach wenigen Stunden nach der Geburt ihre Tochter Julia gestorben. Jeder ging auf seine Weise damit um, nur Evelyn konnte das nicht verkraften - ganze 4 Jahre lang -bis sie sich fast das Leben nehmen wollte!
Sie floh und wie das Schicksal so will, landet sie im Papaya Palast auf Savaii! Zwei über 90 Jährige Samoanrinnen wohnen Tür an Tür und sprechen seit 80 Jahren kein Wort miteinander, sie machen sich gegenseitig das Leben schwer wo es nur geht!
Evelyn wohnt bei Ili - ein durchsichtiges Band scheint sie zu verbinden, sie freunden sich an und nach und nach erzählt Ili "IHRE Geschichte"  diese Begann im Jahre 1914 mit der Liebe eines Deutschen Grafen zu einer Samoanerin! Einfach nur wunderschön.
 
Was ein Mensch in seiner Unbedachtheit auslösen kann ist unglaublich! Durch das Eingreifen in einer Fiafia (Feier) entstand Hass. In Tupu der sonst -eventuell immer noch friedlich Seite an Seite mit Tristan von Arnsberg und seiner Schwester Tuila leben würde! Dieser kleine Auslöser ist das Verhängnis der ganzen Geschichte! Aber lest selbst! Lasst euch von der Kultur und der Geschichte von Samoa besonders Savaii beeindrucken!
 
Es gibt tatsächlich noch Menschen - die immer noch keine Geld brauchen um zu Leben! In dem Paradies gibt die Natur den Menschen alles was sie zum Leben brauchen. Hier in Deutschland undenkbar. Die Papaya spielt hier für Ili eine wichtige Rolle...
 
Ich war neugierig und habe die Orte Palauli Bay wo der Papaya Palast erbaut wurde ergoogelt, Mount Mafane (sieht aus wie ein Vulkan von oben), all die Orte die in dem Roman vorkamen -gibt es tatsächlich.  Und an dem einsamen Strand an der Palauli Bay steht tatsächlich ein einsames Haus.
 
Sarah Benedict hat wirklich schön geschrieben und die Geschichten in einander verwoben. Auch wenn es nicht viele Happy Ends in der Vergangenheit dieses Buches gibt, brachte sie mich durch den Schreibstil den Ereignissen sehr nahe.
Kleiner intigrierter Sprachkurs auf Samoanisch inklusive...
 
Sarah Benedict
Orginal Titel: Der Papaya-Palast
 
 
Seiten: 573
Erscheinungsdatum: 17. Dezember 2012
Taschenbuch
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-38056-5
Preis: 9,99€ 
 
 
Christiane




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